Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi, hat während einer Zeremonie zehn nagelneue Toyota Land Cruiser als Unterstützung für die ugandischen Streitkräfte übergeben. Die Fahrzeuge gehen an das Uganda Peoples‘ Defence Forces (UPDF), die im Rahmen der gemeinsamen Militäroperation „Shujaa“ gegen die islamistische Rebellenmiliz Allied Democratic Forces (ADF) im Osten des Kongo kämpfen.
Die Geste gilt als symbolische wie praktische Anerkennung der Zusammenarbeit zwischen Kinshasa und Kampala im Kampf gegen die ADF, die seit Jahren für Gewalt, Entführungen und Massaker in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri verantwortlich ist. Die ADF, ursprünglich aus Uganda stammend, hat sich in den Wäldern des östlichen Kongo etabliert und wird mittlerweile auch mit dem internationalen Terrorismusnetzwerk IS verbunden.
Operation Shujaa, die im November 2023 offiziell gestartet wurde, sieht eine enge Koordination zwischen kongolesischen und ugandischen Soldaten vor. Die gelieferten Geländewagen sollen die Mobilität und Effizienz der UPDF-Truppen in unwegsamem Gelände verbessern, wo logistische Herausforderungen oft den militärischen Fortschritt behindern.
Die Übergabe unterstreicht die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern, bleibt aber auch politisch sensibel: Kritiker befürchten, dass ausländische Truppenpräsenz im Kongo langfristig Souveränitätsfragen aufwirft. Allerdings begrüßt die Regierung in Kinshasa die konkreten Ergebnisse der Offensive, zu denen in den vergangenen Monaten mehrere befreite Orte und Rückgänge der ADF-Aktivitäten zählen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa