Frankfurter Flughafen rüstet Drohnenabwehr nach

Der Frankfurter Flughafen bereitet sich auf verstärkte Drohnenabwehrmaßnahmen vor, nachdem Innenminister Roman Poseck eine erhöhte Gefährdung durch Drohnen für Hessen festgestellt hat. Auslöser ist ein jüngster Vorfall in Leipzig, bei dem ein Drohnenangriff auf ein Justizgebäude für erhebliche Alarmstufe sorgte. Poseck warnte vor möglichen Nachahmungseffekten und betonte, dass auch kritische Infrastrukturen in Hessen, insbesondere der Frankfurter Flughafen, besonders schutzbedürftig seien.

Am Flughafen Frankfurt, einem der größten Luftdrehkreuze Europas, laufen bereits Vorbereitungen, um technische Systeme zur Drohnenortung und -abwehr auszubauen. Neben Radar- und Funkortungssystemen werden auch elektronische Störsender in Erwägung gezogen, die Drohnen ferngesteuert landen oder zum Abbruch ihrer Mission zwingen können. Die Sicherheitsbehörden arbeiten dabei eng mit dem Bund, dem Bundespolizeipräsidium und Flughafenbetreibern zusammen.

Die neuen Maßnahmen sollen Teil einer bundesweiten Strategie werden, um zivile und staatliche Einrichtungen vor unbemannten Luftfahrzeugen zu schützen. Dabei gelte es, den Balanceakt zwischen Sicherheit und Datenschutz zu wahren, so Experten. Der Flughafenbetreiber betonte, dass der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt werden dürfe. Gleichzeitig werde die Gefahr durch Drohnen als „real und wachsend“ eingeschätzt – besonders vor dem Hintergrund internationaler Spannungen und möglicher terroristischer Absichten.

Quellen: FAZ Online