Verschwinden von Journalisten in Somalia: Neue Besorgnis über Pressefreiheit

Im Oktober 2022 reiste Abdalle Ahmed Mumin, Generalsekretär des Somali Journalists Syndicate (SJS), zum Aden-Adde-Internationalflughafen in Mogadishu, um medizinische Versorgung in Nairobi zu erhalten. Die Behandlung war notwendig, nachdem er bei einer vorherigen Inhaftierung Verletzungen erlitten hatte. Doch kurz nach seiner Ankunft am Flughafen verschwand er spurlos.

Das SJS ist die zentrale Organisation zur Dokumentation von Übergriffen und Bedrohungen gegen Journalisten in Somalia. Mumins Verschwinden wirft daher ernste Fragen über den Zustand der Pressefreiheit im Land auf. Als führender Vertreter einer Institution, die staatliche und nichtstaatliche Akteure auf Menschenrechtsverletzungen gegen Medienmitarbeiter hinweist, galt Mumin als besonders exponierte Person.

Bis heute gibt es keine offizielle Bestätigung über seinen Aufenthaltsort oder sein Schicksal. Internationale Beobachter vermuten eine Festnahme durch staatliche Sicherheitskräfte, doch jegliche Stellungnahme blieb aus. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken, denen Journalisten in Somalia ausgesetzt sind – trotz wiederholter internationaler Appelle zum Schutz der Meinungsfreiheit.

Quellen: AllAfrica – East Africa