ICE-Strecke zwischen Erfurt und Nürnberg gesperrt – Behörden nutzen Stillstand für Sicherheitsübung

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke der Deutschen Bahn zwischen Erfurt und Nürnberg ist seit Freitagabend für planmäßige Brückenbauarbeiten vollständig gesperrt. Die Sperrung dauert bis Montagfrüh und führt zu erheblichen Einschränkungen im Fernverkehr. Reisende müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen, da Ersatz-ICE über alternative Trassen wie Göttingen oder Würzburg umgeleitet werden.

Die Baumaßnahmen sind Teil eines größeren Erneuerungsprogramms an der wichtigen Transitachse durch Thüringen. Um den Ausfall sinnvoll zu nutzen, haben thüringische Sicherheitsbehörden gemeinsam mit der Bundespolizei und Feuerwehrkräfte eine großangelegte Übung im Bereich des Rennsteigtunnels durchgeführt. Dabei wurde ein fiktiver Notfall – beispielsweise ein Zugbrand im Tunnel – simuliert, um Abläufe bei Evakuierung, Kommunikation und Rettungseinsätzen zu testen.

„Solche stillgelegten Streckenabschnitte bieten uns eine einmalige Gelegenheit, realitätsnahe Szenarien unter sicheren Bedingungen zu trainieren“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in Erfurt. Die Koordination zwischen technischen Einsatzkräften, Leitstellen und Bahnbetreibern sei entscheidend für die Sicherheit im Schienenverkehr. Die Ergebnisse der Übung sollen in zukünftige Notfallpläne einfließen.

Die Deutsche Bahn bittet Fahrgäste, ihre Reisezeit zu verlängern und aktuelle Informationen über die App oder digitale Anzeigen zu verfolgen. Langfristig soll die Strecke nach Abschluss aller Arbeiten noch sicherer und leistungsfähiger werden.

Quellen: MDR – Nachrichten