AfD-Kandidat Holm nennt Wahlziel für Mecklenburg-Vorpommern

Beim offiziellen Wahlkampfauftakt der AfD in Stralsund hat Parteikandidat Leif-Erik Holm ein klares Ziel für die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern formuliert. Vor einer versammelten Anhängerschaft erklärte Holm, dass die Partei eine Alleinregierung im Nordosten anstrebe – vorausgesetzt, die Wählerinnen und Wähler folgten dem Beispiel aus Sachsen-Anhalt, wo die AfD bereits stärkste Kraft geworden ist.

„Was meint ihr, was dann los ist?“, fragte Holm provokant und deutete damit auf eine mögliche Machtergreifung im Landtag in Schwerin hin. Er verwies auf die wachsende Unzufriedenheit mit der etablierten Politik, insbesondere in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Die AfD wolle eine „neue politische Ära“ einläuten, die sich an den Interessen der „einfachen Leute“ orientiere.

Der Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt damit an Brisanz. Bisher regiert dort eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Die AfD hofft, mit ihrer polarisierenden Rhetorik und Themen wie Migration, Energiepolitik und regionale Identität an Zustimmung zu gewinnen. Holm betonte, dass die Partei nicht nur protestieren, sondern regieren wolle – und zwar allein.

Politikwissenschaftler warnen vor einer möglichen Blockade im Landtag, sollte die AfD tatsächlich stark abschneiden. Die Reaktionen aus den Reihen der demokratischen Parteien blieben zunächst zurückhaltend, doch in den kommenden Wochen wird mit einer intensiven Debatte über Inhalte und Ton der AfD-Kampagne gerechnet.

Quellen: Welt Online