Die Regierung Angolas plant massive Investitionen in den Tourismussektor: Per Präsidentenerlass 270/26 vom 5. August wurden 73 Millionen US-Dollar für den Ausbau der integrierten Infrastruktur im Okavango Tourism Development Hub freigegeben. Das Projekt soll die Entwicklung des ländlichen Tourismus im Norden des Landes vorantreiben und die wirtschaftliche Diversifizierung unterstützen.
Das Okavango-Tourismuszentrum liegt im äußersten Nordosten Angolas, nahe der Grenze zu Namibia und Sambia, und ist Teil eines größeren regionalen Entwicklungskonzepts. Die Mittel sollen unter anderem in den Bau von Straßen, Strom- und Wasserversorgung, Unterkünften sowie in ökologische Schutzmaßnahmen fließen. Angesichts der Abhängigkeit von der Ölindustrie sucht Angola verstärkt nach alternativen Einnahmequellen – der Tourismus gilt dabei als besonders aussichtsreich.
Die Regierung hofft, durch das Projekt nicht nur internationale Besucher anzulocken, sondern auch Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und lokale Gemeinschaften einzubinden. Das Okavango-Gebiet ist bekannt für seine einzigartige Tierwelt und Landschaft, die an das benachbarte namibische Okavango-Delta grenzt. Mit dieser Investition unterstreicht Angola seinen Willen, sich als nachhaltiges Reiseziel im südlichen Afrika zu positionieren.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Central Africa