Houthi-Angriff im Bab-al-Mandeb: Ägyptisches Frachtschiff brennt, sechs Tote

Ein ägyptisches Frachtschiff ist im Bab-al-Mandeb-Sund nach einem vermuteten Angriff der Huthis in Brand geraten. Wie das jemenitische Regierungssprecheramt mitteilte, wurden bei dem Angriff sechs Menschen getötet. Das Schiff, die Tihamah, befindet sich in ägyptischem Eigentum und befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in internationalen Gewässern.

Videoaufnahmen zeigen das brennende Schiff mitten im Sund, Flammen schlagen aus dem Frachtraum, Rauch steigt dick und schwarz in den Himmel. Die Aufnahmen wurden von Al Jazeera verbreitet und bestätigen die dramatischen Auswirkungen des Angriffs. Die Identität der Besatzung und die genaue Nationalität der Getöteten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Erster tödlicher Fall seit Eskalation

Laut Analysten handelt es sich um den ersten tödlichen Zwischenfall mit Beteiligung eines Schiffes, das direkt mit Ägypten verbunden ist, seit die Huthis ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer und am Südeingang des Sueskanals intensivierten – als Reaktion auf den US-israelischen Konflikt mit dem Iran.

Der Bab-al-Mandeb-Sund ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit und verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Angriffe in dieser Region gefährden nicht nur die globale Handelssicherheit, sondern haben auch direkte wirtschaftliche Auswirkungen auf Ägypten, das Einnahmen aus dem Suezkanal stark von sicherer Schifffahrt abhängen.

Internationale Reaktionen folgen voraussichtlich in den kommenden Stunden. Ägypten hat bisher nicht offiziell Stellung bezogen, könnte aber diplomatische Schritte einleiten, um die Sicherheit seiner maritimen Interessen zu stärken.

Quellen: Al Jazeera English