Höcke bietet Wagenknecht Ministerpräsidentenamt in Thüringen an

Im Vorfeld der bevorstehenden Landtagswahl in Thüringen hat AfD-Politiker Björn Höcke eine umstrittene politische Initiative gestartet: Er schlägt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende des neu gegründeten Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), als künftige Ministerpräsidentin des Freistaats vor. Die Ankündigung löste sowohl innerhalb als auch außerhalb Thüringens heftige Diskussionen aus.

Höcke, der als führende Figur des rechten Flügels der AfD gilt, argumentiert mit einer möglichen parlamentarischen Mehrheit aus AfD und BSW im künftigen Landtag. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, appellierte er direkt an Wagenknecht. Sein Angebot zielt darauf ab, eine Zusammenarbeit beider Parteien zu initiieren, die sich in einigen gesellschaftspolitischen Fragen – etwa bei der Kritik an Sanktionen gegen Russland oder der Migrationspolitik – nahekommen.

Wagenknecht reagierte bislang nicht öffentlich auf den Vorschlag. Politische Beobachter sehen die Äußerung jedoch weniger als ernsthafte Regierungsoption, sondern als strategische Provokation. Die anderen im Landtag vertretenen Parteien – SPD, Linke, Grüne und CDU – distanzierten sich deutlich von einer Zusammenarbeit mit der AfD. Bundespolitisch wird die Aussage als weiterer Versuch der AfD interpretiert, ihre Reichweite durch Bündnisangebote an populistische Kräfte zu erweitern.

Quellen: T-Online Nachrichten, ZEIT Online – Deutschland