Massenvereidigung in Berlin: 1100 neue Lehrkräfte starten gemeinsam in den Schuldienst

Ein Novum in der Geschichte des Berliner Schuldienstes: Erstmals wurden am Donnerstag alle neuen Lehrerinnen und Lehrer des aktuellen Jahrgangs gemeinsam vereidigt. Im Neuköllner Hotel Estrel traten rund 1100 Referendarinnen und Referendare feierlich ihren Dienst an – die meisten von ihnen ließen sich direkt verbeamen.

Bislang wurden die angehenden Lehrkräfte über mehrere Veranstaltungen verteilt vereidigt, was das Ereignis nun zu einem besonderen Symbol macht. „Wir wollen zeigen, wie wichtig jede einzelne von Ihnen für Berlin ist“, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) in ihrer Ansprache. Die zentrale Feier solle nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung sein, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl unter den neuen Pädagoginnen und Pädagogen stärken.

Der Andrang auf Lehrerstellen in Berlin bleibt hoch – ebenso die Herausforderungen: Klassen mit sprachlich und sozial heterogenen Schülern, Lehrermangel in Schlüssel-Fächern und hohe Arbeitsbelastung gehören zum Alltag vieler Schulen. Die Massenvereidigung soll daher auch als Impuls dienen, das Ansehen des Berufs zu heben und die Bindung an das Land Berlin zu fördern.

Die neuen Lehrkräfte werden in den kommenden Wochen an Schulen in allen Bezirken eingesetzt. Viele von ihnen absolvieren ihre Ausbildung im Rahmen eines beschleunigten Programms, um den akuten Bedarf schneller zu decken. Mit dieser Großveranstaltung sendet Berlin ein klares Signal: Bildung ist eine zentrale Zukunftsaufgabe – und die neue Lehrergeneration ist willkommen.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE)