Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 65. Mal – auch in Potsdam erinnerten Politiker und Bürger an die Teilung Deutschlands. An historischen Orten der Grenzziehung zwischen Ost und West fanden Gedenkveranstaltungen statt, bei denen an die Opfer der DDR-Grenzregime gedacht wurde. Rednerinnen und Redner warnten eindringlich vor der Verdrängung der Vergangenheit und betonten die Bedeutung der Erinnerungskultur.
„Ein Staat, der seine Bürger einsperrt, ist kein Heimatland“, hieß es in einer Rede, die bewusst an die menschenverachtende Natur der DDR-Grenzsicherung erinnerte. Potsdam, als ehemalige Residenzstadt und Teil des DDR-Regierungssystems, nimmt eine besondere Rolle in der Erinnerungsarbeit ein. Zahlreiche Stolpersteine, Gedenktafeln und ehemalige Grenzübergänge zeugen bis heute von der Spaltung.
Die Veranstaltungen standen unter dem Motto der Aufarbeitung und dem Appell, Demokratie und Freiheit nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Besonders junge Generationen sollen verstärkt über die Geschichte der Teilung aufgeklärt werden. Die Stadt Potsdam plant zudem die Digitalisierung historischer Dokumente, um die Erinnerung langfristig zu bewahren.
Quellen: Der Tagesspiegel, FAZ Online