Drohnenabwehr am BER soll nach Leipzig-Vorfall verstärkt werden

Die Sicherheitslage am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) steht nach dem jüngsten Vorfall in Leipzig unter erhöhter Beobachtung. Brandenburgs Innenminister Redmann hat am Mittwoch eine umfassende Stärkung der Drohnenabwehr am BER gefordert. Hintergrund ist der Fund einer Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle, der bundesweit für Alarm gesorgt hat.

„Die Bedrohungslage hat sich verändert. Wir dürfen nicht abwarten, bis ein ähnlicher Fall hier in Brandenburg passiert“, betonte Redmann. Der BER sei nicht nur ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, sondern auch Standort für Regierungsflugzeuge, was ihn zu einem potenziellen Angriffsziel mache. Konkrete Maßnahmen sollen nun in enger Abstimmung mit Bund, Polizei und Flughafenbetreibern entwickelt werden.

Zu den diskutierten Optionen gehören mobile Drohnen-Detektionssysteme, gezielte Störsender und eine engmaschigere Überwachung durch die Bundespolizei. Auch die Einbindung von KI-gestützten Frühwarnsystemen wird geprüft. Die Landesregierung plant eine Sicherheitskonferenz noch im August, um ein koordiniertes Vorgehen zu beschließen.

Quellen: heise online, Der Tagesspiegel