Wahlkampf-Panne in Sachsen-Anhalt: CDU-Plakat zeigt rollstuhlfahrende Frau plötzlich laufend

Ein Wahlplakat der CDU in Sachsen-Anhalt sorgt kurz vor der Landtagswahl am 14. September für öffentliche Aufregung. Darauf ist eine Frau abgebildet, die im Rollstuhl sitzt – doch im Hintergrund des Plakats taucht dieselbe Person plötzlich stehend und gehend auf. Die grafische Unstimmigkeit wurde schnell von Nutzern in sozialen Medien entdeckt und verbreitete sich viral unter dem Vorwurf der Diskriminierung und mangelnden Sensibilität.

Ministerpräsident Sven Schulze distanzierte sich von dem Fehler und räumte gegenüber Journalisten ein, dass das Plakat „nicht durchdacht genug“ gewesen sei. Er sprach von einem Versehen im Gestaltungsprozess und versprach, dass solche Pannen künftig vermieden würden. Gleichzeitig wies er die humoristischen Vergleiche zurück, wonach er als „Wunderheiler“ dargestellt werde, und nannte die Debatte „überzogen“.

Behindertenverbände äußerten sich kritisch: Solche Darstellungen verstärkten Stereotype, als müsse Behinderung „überwunden“ werden. Die CDU-Landeszentrale bestätigte, dass das betroffene Plakat bereits abgehängt wird und künftige Motive streng geprüft werden. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sensibilität im politischen Wahlkampf – besonders in einem Bundesland, in dem die AfD laut aktuellen Umfragen stark im Kommen ist.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online