Die somalische Autonomieregion Puntland hat am Donnerstag ihre Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und eine mögliche Reise von Präsident Hassan Sheikh Mohamud nach Galkayo öffentlich kritisiert. Die Stadt Galkayo gilt als umkämpftes Gebiet, das zwischen der Puntland-Administration und der benachbarten Region Galmudug geteilt ist.
Die Behörden in Garowe, der Hauptstadt von Puntland, warnten vor einer Eskalation, falls der Präsident die Reise durchführen sollte, ohne vorherige Absprachen mit der Regionalregierung. Galkayo ist nicht nur symbolisch, sondern auch strategisch von großer Bedeutung, weshalb die Zuständigkeit über die Stadt seit Jahren Streitpunkt zwischen den beiden Verwaltungen ist.
Die Zentralregierung in Mogadishu hat bislang keine offizielle Bestätigung zur Reise gegeben. Beobachter befürchten, dass ein ungeklärter Besuch des Präsidenten in der Region zu weiteren Spannungen führen könnte. Die jüngste Eskalation unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Stärkung der staatlichen Autorität in den Regionen.
Quellen: AllAfrica – East Africa