Sudanesische Frauen fordern sicheren und inklusiven Friedensdialog

Sudanesische Frauenrechtlerinnen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen haben am 16. August 2026 eine sichere und inklusive Plattform für einen nationalen Friedensdialog gefordert. Bei einer gemeinsamen Erklärung, die von Nairobi und Amsterdam aus koordiniert wurde, betonten feministische Organisationen, dass frühere Verhandlungen oft ohne bedeutende Beteiligung von Frauen stattgefunden hätten – mit fatalen Folgen für die Nachhaltigkeit des Friedens.

Die Sprecherinnen forderten konkrete Schutzmaßnahmen für alle Teilnehmenden, insbesondere für Frauen und Angehörige marginalisierter Gemeinschaften, die häufig Ziel von Einschüchterung und Gewalt seien. Nur in einem geschützten Umfeld könnten authentische Positionen geäußert und tragfähige Lösungen entwickelt werden. Dabei müsse die Rolle von Frauen nicht nur symbolisch sein, sondern in Entscheidungsgremien und Verhandlungsteams institutionalisiert werden.

Die Forderung richtet sich sowohl an internationale Vermittler als auch an inner-sudanesische Akteure. Die Unterzeichnerinnen warnen davor, dass ein weiterer exklusiver Prozess lediglich die bestehenden Machtstrukturen reproduzieren und die tieferliegenden Ursachen des Konflikts unbehandelt lassen würde. Frieden müsse von unten kommen – gestaltet durch diejenigen, die ihn am dringendsten brauchen.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa