AfD-Politiker in Stendal attackiert 14-Jährigen nach Banner-Zerstörung

Ein Vorfall in Stendal sorgt für bundesweite Aufmerksamkeit: Ein örtlicher AfD-Politiker soll am Wochenende einen 14-jährigen Jugendlichen verletzt haben, nachdem dieser und mehrere Mitschüler ein Wahlplakat der rechtspopulistischen Partei beschädigt hatten. Laut Angaben des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen-Anhalt prüft die Staatsanwaltschaft nun Vorwürfe der gefährlichen Körperverletzung.

Die Jugendlichen hatten das Plakat an einer belebten Straßenkreuzung in der Innenstadt von Stendal mit Farbe besprüht. Der betroffene Politiker, dessen Name bisher nicht offiziell bestätigt wurde, habe daraufhin mehrere der Jugendlichen konfrontiert. Dabei sei es laut Zeugenaussagen zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der der 14-Jährige stürzte und sich am Kopf verletzte. Der Junge wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Die AfD distanzierte sich zunächst nicht öffentlich von dem Vorfall. Stattdessen betonte die Landespartei in einer Stellungnahme die Vandalisierung ihrer Wahlkampfmaterialien. Die Opposition im Landtag reagierte hingegen mit scharfer Kritik. „Gewalt darf niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein – schon gar nicht gegen Minderjährige“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen in Magdeburg. Der Fall wird nun von der Sonderkommission des LKA Sachsen-Anhalt bearbeitet.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, MDR – Nachrichten