Die thüringische Landesfraktion des BSW hat sich in einer klaren Abstimmung für den Fortbestand der sogenannten ‚Brombeer-Koalition‘ mit CDU und SPD ausgesprochen. Bei einer Fraktionssitzung fiel der Beschluss einstimmig, wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht. Damit stellt sich die Landesorganisation gegen die Forderungen der BSW-Bundesspitze, die nach dem Verlust der Doktorwürde von Ministerpräsident Thomas Voigt ein Ende der Koalition verlangt hatte.
Steffen Schütz, Abgeordneter des BSW im Landtag, betonte: „Wir wollten eine demokratische Alternative sein – und wir geben diesen Weg nicht auf.“ Der Bundesspitze warf er vor, den regionalen Realitäten nicht gerecht zu werden. „Vielleicht wäre es gut, wenn der Bundesvorstand nicht nur mit der Presse spricht, sondern mal mit uns“, sagte Schütz. Auch CDU-Politiker Andreas Bühl begrüßte die Entscheidung: „Wir lassen uns nicht zum Spielball machen – weder von Bundespolitik noch von Wahlkämpfen in anderen Ländern.“
Die Spannungen innerhalb der Partei verschärfen sich damit weiter. Parteigründerin Sahra Wagenknecht reagierte empört und kündigte an, die Frage auf einem Sonderparteitag klären zu lassen. Doch die Erfurter Fraktion signalisiert Entschlossenheit: Die Koalition sei stabil und werde fortgeführt – ungeachtet der innerparteilichen Kontroversen.
Quellen: Welt Online, ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel, ZEIT Online – Deutschland