Berliner Aquarium nach dreijähriger Sanierung wieder vollständig geöffnet

Das traditionsreiche Aquarium Berlin hat nach dreijähriger Sanierung seine Türen vollständig wieder geöffnet. Zum 113. Jubiläum des Instituts wurde das letzte große Bauprojekt – ein neues Rundbecken mit einem Fassungsvermögen von 110.000 Litern – erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der letzte Meilenstein der Modernisierung erreicht, die nicht nur technische, sondern auch pädagogische und artenschutzrelevante Verbesserungen mit sich bringt.

Das neue Becken beherbergt nun verschiedene Hai- und Rochenarten. Besucher können erstmals spielerisch erfahren, wie sich die Haut dieser Tiere anfühlt – eine neu gestaltete interaktive Zone macht es möglich. Zudem wurden Lebensräume für besonders empfindliche und giftige Tierarten wie der blaue Spinnenhummer oder der Steinfisch eingerichtet, die unter strengen Sicherheitsbedingungen gezeigt werden.

„Wir wollen nicht nur zeigen, sondern auch vermitteln“, sagt die wissenschaftliche Leiterin des Aquariums. „Die Besucher sollen verstehen, wie empfindlich marine Ökosysteme sind und warum der Schutz der Arten global wichtig ist.“ Die Sanierungskosten beliefen sich auf insgesamt 28 Millionen Euro, finanziert aus Landesmitteln und privaten Spenden. Das Aquarium zählt jährlich rund 1,3 Millionen Besucher und gilt als eine der meistbesuchten Einrichtungen ihrer Art in Europa.

Quellen: Der Tagesspiegel