Biber verursachen Schäden im Neuen Garten: Schlösserstiftung kämpft gegen Naturgewalten

Im Potsdamer Neuen Garten haben Biber in den vergangenen Wochen erhebliche Schäden verursacht. Mindestens zwei Tiere haben laut Beobachtungen von Parkbesuchern zahlreiche Bäume und Sträucher angeknabbert, darunter auch empfindliche Fliederbestände. Die Schlösserstiftung, die für die Pflege des historischen Parks verantwortlich ist, bestätigt die Vorfälle und berät nun über geeignete Maßnahmen, um weitere Zerstörungen zu verhindern.

Die Biber, die eigentlich zur Wiederansiedlung in Brandenburg gehören, haben sich im Bereich des Bassins und entlang der Havelufer angesiedelt. Ihre natürliche Lebensweise führt jedoch zunehmend zu Konflikten mit der Denkmalpflege, da sie auch an historisch bedeutsamen Gehölzen nagen. „Wir verstehen, dass Biber Teil der regionalen Ökologie sind“, sagt eine Sprecherin der Stiftung, „aber wir müssen auch unsere historischen Gärten schützen.“

Als mögliche Lösung werden nun technische Barrieren und gezielte Umsiedlungsversuche erwogen. Gleichzeitig wird betont, dass die Tiere nicht gejagt werden sollen. Die Stiftung setzt auf eine ausgewogene Herangehensweise zwischen Naturschutz und Erhalt der Kulturlandschaft. Besucher werden gebeten, die Tiere zu melden, aber nicht zu füttern oder zu stören.

Quellen: Der Tagesspiegel