Tigray-Behörden werfen äthiopischer Regierung Drohnenangriff in der Nähe von Mekelle vor

Die regionalen Behörden im äthiopischen Tigray haben am Dienstag die Bundesregierung beschuldigt, einen Drohnenangriff in der Nähe von Mekelle, der Hauptstadt der Region, durchgeführt zu haben. Der Angriff soll sich am Vormittag ereignet haben und stellt eine deutliche Eskalation der seit Wochen andauernden Spannungen dar. Beide Seiten haben inzwischen Truppen entlang der Grenze zur Region aufmarschieren lassen, was Befürchtungen vor einer erneuten militärischen Auseinandersetzung schürt.

Obwohl unabhängige Bestätigungen des Angriffs bislang ausstehen, unterstreichen Berichte aus verschiedenen Medien die zunehmende Destabilisierung in der Region. Der Vorfall folgt auf eine Serie von bewaffneten Zusammenstößen und Luftangriffen an den Rändern des Tigray, die bereits in den vergangenen Monaten für Unruhe sorgten. Die Anschuldigungen verdeutlichen die fragile Lage in der Region, deren Waffenstillstand nach dem verheerenden Bürgerkrieg von 2020–2022 zunehmend brüchiger wird.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Experten warnen, dass eine erneute militärische Konfrontation nicht nur die humanitäre Situation im Norden Äthiopiens weiter verschlechtern, sondern auch die gesamte Region destabilisieren könnte. Bislang hat die Regierung in Addis Ababa keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.

Quellen: Africanews EN, The Africa Report