Wike droht mit Abriss von Häusern nach Überschwemmungen in Abuja

Angesichts schwerer Überschwemmungen in der nigerianischen Hauptstadt Abuja hat Umweltminister Femi Wike harte Maßnahmen angekündigt. Er kündigte an, alle Häuser abreißen zu lassen, die illegale Kanäle oder natürliche Wasserläufe blockieren. Diese seien maßgeblich für die Überflutung von Straßen und Wohngebieten verantwortlich.

„Egal ob Wahlen stattfinden oder nicht – all diese Häuser werden fallen“, betonte Wike in einer Stellungnahme. Seine Behörde habe bereits Baupläne überprüft und Gebiete identifiziert, in denen Bauvorschriften missachtet wurden. Insbesondere Siedlungen entlang trockener Flussbetten und Entwässerungskanäle stellten eine Gefahr dar, sobald starke Regenfälle eintreten.

Die jüngsten Niederschläge hatten weite Teile von Abuja lahmgelegt, Schulen und Büros mussten schließen. Kritiker werfen der Stadtverwaltung seit Jahren mangelnde Planung und Korruption bei Baugenehmigungen vor. Mit seiner Ankündigung setzt Wike ein Zeichen gegen informelle Besetzungen und für eine strengere Durchsetzung städtebaulicher Vorschriften – auch wenn dies politisch riskant sein könnte.

Quellen: Premium Times Nigeria