Schiffsunglück am Kariba-Stausee: 93 Tote – schwerster Verkehrsunfall in Simbabwes Geschichte

Die Zahl der Todesopfer nach dem Untergang einer Fähre am Kariba-Stausee in Simbabwe ist auf 93 gestiegen. Die Behörden bestätigten, dass die Rettungseinsätze weiter andauern, während Forensikteams die geborgenen Leichen identifizieren. Das Unglück gilt als der schwerste Verkehrsunfall in der Geschichte des Landes.

Das Schiff war am vergangenen Wochenende mit Dutzenden Passagieren an Bord gekentert, nachdem es offenbar überladen war und in schwerem Seegang kenterte. Augenzeugen berichteten von chaotischen Zuständen beim Einsteigen, da viele Reisende trotz Warnungen an Bord gingen. Die genaue Zahl der Insassen ist weiterhin unklar, da keine offizielle Passagierliste geführt wurde.

Der simbabwische Präsident kondolierte den Angehörigen der Opfer und ordnete eine offizielle Untersuchung der Sicherheitsvorschriften für Wasserfahrzeuge an. Experten kritisieren seit Langem mangelnde Kontrollen und veraltete Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr des Landes. Die Katastrophe wirft erneut ein Schlaglicht auf die prekäre Lage des Verkehrsnetzes in abgelegenen Regionen Simbabwes.

Die Rettungsoperationen werden von der Nationalen Katastrophenschutzbehörde (NDRCC) geleitet, unterstützt von Militär und Freiwilligen. Die Suche nach vermissten Personen wird durch die Tiefe und Strömung des Stausees erschwert. Internationale Hilfsorganisationen haben Unterstützung angeboten, darunter technische Ausrüstung für Unterwassersuchen.

Quellen: BBC News – World, BBC News – Africa