Die simbabwische Bürgerbewegung March and March hat beim Gipfeltreffen der Southern African Development Community (SADC) in Durban, Südafrika, deutlich gemacht, dass dringend Maßnahmen gegen illegale Migration ergriffen werden müssten. Die Gruppe forderte die Regierungen der Region auf, gemeinsam die Rückführung und Registrierung von im Ausland lebenden, nicht dokumentierten Bürgern zu organisieren – insbesondere jener aus Simbabwe, die sich derzeit in Südafrika aufhalten.
Die Demonstranten riefen die SADC-Staats- und Regierungschefs dazu auf, verbindliche Abkommen zur Rückführung und legalen Registrierung zu schließen. Sie argumentierten, dass viele simbabwische Staatsbürger in Südafrika ohne Papiere lebten und dadurch sowohl vor wirtschaftlichen als auch rechtlichen Herausforderungen stünden. Gleichzeitig seien die Aufnahmeländer durch die hohe Zahl an Migranten überlastet.
March and March betonte, dass ihre Forderungen nicht gegen Migranten gerichtet seien, sondern auf eine strukturierte, humane und rechtskonforme Lösung abzielten. Die Gruppe forderte auch mehr Unterstützung für Rückkehrer, um eine nachhaltige Reintegration in ihre Heimatländer zu ermöglichen.
Die SADC-Leitung nahm die Forderungen zur Kenntnis und kündigte an, das Thema auf einer kommenden Sitzung der Innenminister zu behandeln. Bisher gibt es jedoch keine konkreten Pläne für eine großangelegte Rückführungsaktion. Die Debatte über Migration bleibt ein sensibles Thema in der Region, besonders angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit und begrenzter Ressourcen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa