Hackerangriff auf Berliner Landesnetz: Behörden weiter lahmgelegt

Ein massiver Hackerangriff hat am Dienstag erneut die IT-Systeme des Landes Berlin schwer getroffen. Zwei wichtige Senatsverwaltungen sind nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) weiterhin de facto arbeitsunfähig. „Der Angriff auf unser Landesnetz war ernst“, betonte Wegner und warnte vor den wachsenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität. Die Aufräumarbeiten könnten noch mehrere Tage dauern, hieß es aus dem Innenressort.

Betroffen sind unter anderem zentrale Verwaltungssysteme, über die kommunale Dienstleistungen abgewickelt werden. Obwohl kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Notdienste weiterlaufen, sorgt der Ausfall für massive Störungen im Alltagsgeschäft der Verwaltung. Termine entfallen, E-Mails bleiben unbeantwortet, und viele Mitarbeiter arbeiten vorübergehend analog.

Trotz der gravierenden Beeinträchtigungen versicherte die Landesregierung, dass die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl im September nicht gefährdet sei. Die Wahltechnik laufe unabhängig vom allgemeinen Netzwerk. Dennoch wirft der Vorfall erneut Fragen zur IT-Sicherheit in der Berliner Verwaltung auf, die in der Vergangenheit bereits mehrfach Opfer von Cyberattacken wurde.

Quellen: MDR – Nachrichten, Süddeutsche Zeitung, Welt Online