Die politische Spannung in Sambia nimmt weiter zu: Oppositionsführer Brian Mundubile hat angekündigt, die Ergebnisse der jüngsten Präsidentschaftswahl gerichtlich anzufechten. Sein Team habe dokumentierte Hinweise auf ‚ernsthafte Unregelmäßigkeiten‘ bei der Abwicklung, Auszählung, Übermittlung und Bekanntgabe der Wahlergebnisse gesammelt, erklärte er am Mittwoch.
Mundubile forderte eine unabhängige Untersuchung, nachdem Präsident Hakainde Hichilema für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde. Die Opposition berichtet von manipulierten Stimmenzetteln, fehlenden Protokollen aus einzelnen Bezirken sowie systematischer Behinderung von Wahlbeobachtern. Diese Vorwürfe könnten die Glaubwürdigkeit des Urnengangs beeinträchtigen, warnen Experten.
Die juristische Anfechtung wird voraussichtlich beim Obersten Gerichtshof des Landes eingereicht. Beobachter betonen, dass die Entscheidung des Gerichts entscheidend für die politische Stabilität Sambias sein könnte. Internationale Wahlbeobachter hatten die Abstimmung insgesamt als ruhig und organisiert beschrieben, verwiesen aber auf lokale Probleme mit der Transparenz.
Quellen: Africanews EN, BBC News – Africa