Mehrere internationale Menschenrechts- und Journalistenorganisationen haben einen dringenden Appell an den UN-Menschenrechtsrat gerichtet: Die unabhängige Internationale Faktenfindungsmission für den Sudan (FFM) solle um zwei Jahre verlängert und mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden. Zu den Unterzeichnern zählt das Committee to Protect Journalists (CPJ), das sich gemeinsam mit 67 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Fortsetzung der Mission einsetzt.
Die Faktenfindungsmission war ursprünglich eingerichtet worden, um systematisch schwere Menschenrechtsverletzungen im Sudan während des andauernden Konflikts zu dokumentieren. Seit Beginn der Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces (RSF) hat die FFM Berichte über Massentötungen, sexuelle Gewalt und Angriffe auf Zivilisten gesammelt. Ihre Arbeit gilt als entscheidend für künftige strafrechtliche Aufarbeitung und Rechenschaft.
Ohne eine Verlängerung des Mandats droht die Einstellung dieser wichtigen Dokumentationsarbeit. Die Organisationen warnen, dass dies die Straflosigkeit fördern und zivile Opfer im Stich lassen würde. Insbesondere CPJ betont, dass auch gezielte Angriffe auf Journalisten und Medienarbeiter weiterhin nicht untersucht werden könnten, wenn die Mission nicht fortgeführt wird.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa