Neue Proteste gegen Präsident Kais Saied in Tunesien

In verschiedenen Städten Tunesiens sind am Donnerstag erneut Proteste gegen die Regierung von Präsident Kais Saied ausgebrochen. Bürger demonstrierten gegen die verschärfte wirtschaftliche Lage, die durch anhaltende Hitzeperioden zusätzlich verschärft wird. Besonders kritisch ist die Situation bei der Wasserversorgung und Stromversorgung, die in mehreren Regionen instabil oder unterbrochen ist.

Die Proteste fanden vor allem in städtischen Zentren wie Tunis, Sfax und Sousse statt, wo Demonstranten Parolen gegen die politische Führung skandierten und Forderungen nach einem Rücktritt Saieds erhoben. Augenzeugen berichten von friedlichen Kundgebungen, die jedoch von Sicherheitskräften mit Wasserwerfern und Platzverweisen konfrontiert wurden.

Die extreme Sommerhitze hat die ohnehin fragile Infrastruktur des Landes weiter belastet. Mehrere Regionen melden tägliche Stromausfälle von mehreren Stunden, während Wasserknappheit in Haushalten und landwirtschaftlichen Gebieten zu wachsender Unzufriedenheit führt. Experten warnen, dass die soziale Spannung zunehmen könnte, wenn keine kurzfristigen Lösungen gefunden werden.

Präsident Saied, der seit seinem Machtzug im Jahr 2021 zunehmend autoritär regiert, steht seit Monaten unter Druck. Die jüngsten Proteste zeigen, dass die Unzufriedenheit in Teilen der Bevölkerung weiter wächst – besonders unter jungen Menschen und einkommensschwachen Haushalten.

Quellen: Africanews EN