Der Saisonstart für die Frauenfußballerinnen von Union Berlin verlief sportlich enttäuschend, aber emotional vielversprechend. Gegen den übermächtigen FC Bayern unterlagen die Berlinerinnen vor eigenem Publikum mit 1:4. Der deutsche Rekordmeister zeigte einmal mehr, warum er als Favorit auf die Meisterschaft gilt, während Union mit Defiziten in der Abwehr und beim Abschluss zu kämpfen hatte.
Trotz der Niederlage herrschte in der Köpenicker Alten Försterei keine Niedergeschlagenheit. Die Mannschaft wurde von mehreren tausend Zuschauerinnen und Zuschauern gefeiert, die mit einer beeindruckenden Choreografie und lautstarkem Support die Verbundenheit mit dem Team unterstrichen. „Wir haben Respekt vor Bayern, aber keinen Respekt vor der Niederlage“, sagte Trainerin Kathrin Lehmann nach dem Spiel.
Die Tore für Union erzielte Neuzugang Jana Schmidt per Elfmeter, nachdem Bayern bereits mit 3:0 in Führung gegangen war. Der Anschlusstreffer sorgte für einen emotionalen Höhepunkt und zeigte, dass das Team trotz der sportlichen Überlegenheit der Münchnerinnen nicht aufgab.
Der FC Bayern dominierte das Spiel klar, spielte technisch präzise und nutzte seine Chancen effizient. Doch Union will in den kommenden Spielen anknüpfen und vor allem die Defensive stabilisieren. „Wir wissen, wo wir stehen, aber wir wissen auch, wohin wir wollen“, sagte Kapitänin Lena Wagner. Der Fokus liege nun auf dem Pokalspiel gegen Hertha BSC in der nächsten Runde.
Quellen: Der Tagesspiegel, FAZ Online