Linke liegt in Berlin-Wahlumfrage deutlich vorne – CDU und AfD gleichauf

Knapp einen Monat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zeigt eine aktuelle Umfrage der Forsa-Instituts eine deutliche Trendwende: Die Linke führt mit 28 Prozent der Stimmen und liegt damit vier Punkte vor CDU und AfD, die sich mit jeweils 24 Prozent den zweiten Platz teilen. Die SPD kommt in der Befragung nur auf 14 Prozent und damit auf ihr bisher schlechtestes Ergebnis in den Umfragen zum diesjährigen Urnengang.

Die Zahlen, erhoben für t-online und veröffentlicht im Tagesspiegel sowie der WELT, deuten auf eine tiefgreifende Veränderung im Berliner Parteienspektrum hin. Während die Linke vor allem durch ihre sozialpolitischen Forderungen und die Themen Wohnen und Bildung punktet, ringen CDU und AfD um die konservative Wählerschaft. Der SPD fehlt es weiterhin an einem klaren Profil, das über die traditionellen Stammwähler hinaus reicht.

Spitzenkandidatin Elif Eralp zeigte sich zuversichtlich, betonte aber die Herausforderungen einer möglichen Regierungsbildung: „Wir wollen für alle Berlinerinnen und Berliner da sein, aber wir wissen, dass Verantwortung auch Kompromisse erfordert.“

CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers kritisierte in Reaktion auf die Zahlen die politische Richtung der Linken scharf. Er warnte vor Radikalisierung und forderte mehr Engagement gegen Gewalt und Respektlosigkeit – besonders in Schulen. „Kinder müssen Respekt vor anderen Menschen und unserer Rechtsordnung lernen“, betonte Evers in einem Interview.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online, T-Online Nachrichten