Eine alarmierende Szene hat sich am Freitagnachmittag am Flughafen Düsseldorf abgespielt: Eine Frau wurde von einem giftigen Skorpion gestochen, nachdem das Tier unbemerkt in ihrer Kleidung ins Terminal gelangt war. Es handelt sich um einen Gelben Mittelmeerskorpion, eine der giftigsten Arten weltweit. Die Betroffene musste umgehend in eine Klinik gebracht werden, wo sie medizinisch versorgt wurde. Laut Ärzten bestand keine lebensbedrohliche Gefahr, da das Gegengift rechtzeitig verabreicht werden konnte.
Die Herkunft des Skorpions ist noch unklar. Vermutet wird, dass er sich in der Jacke einer Reisenden aus einem südeuropäischen Land eingeschlichen hatte. Solche Vorfälle sind in Deutschland selten, aber nicht völlig unbekannt – vor allem an großen Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen. Sicherheitskräfte und medizinisches Personal reagierten binnen Minuten, um die Situation zu entschärfen.
Der Gelbe Mittelmeerskorpion (Buthus occitanus) ist in Nordafrika und Südwesteuropa beheimatet. Sein Gift kann bei empfindlichen Personen zu schweren allergischen Reaktionen, Atemnot und im Extremfall zum Tod führen. In Deutschland ist er nicht heimisch, gelegentlich gelangen Exemplare jedoch über Fracht oder Reisende in den Kontinent.
Der Vorfall wirft Fragen zur Kontrolle von Fracht und Handgepäck auf. Die Flughafenleitung betonte, dass standardmäßige Sicherheitschecks nicht auf solche Tiere ausgelegt seien, kündigte aber an, das Vorkommnis zu prüfen. Gleichzeitig rief man Reisende dazu auf, Kleidung und Gepäck vor der Abreise gründlich zu kontrollieren, besonders nach Aufenthalten in wärmeren Regionen.
Quellen: ntv – Nachrichten