Im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald hat Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag den Helfern gedankt, die tagelang im Einsatz waren, um einen schweren Waldbrand zu bekämpfen. Der Brand hatte in den vergangenen Tagen große Teile des Waldgebiets verwüstet und die Bevölkerung in der Region stark belastet. Trotz der bereits abgeschlossenen Löschmaßnahmen zeigte Merz seine Anerkennung für die Arbeit von Feuerwehr, Bundeswehr und freiwilligen Helfern.
Einige Anwohner äußerten Kritik, dass der Besuch des Kanzlers erst nach Eindämmung des Brandes erfolgte. „Wir hätten uns frühere Aufmerksamkeit gewünscht“, sagte ein Anwohner aus einem der betroffenen Dörfer. Die Einsatzkräfte vor Ort nahmen die Geste jedoch positiv auf. „Es ist wichtig, dass die politische Führung sieht, was hier geleistet wurde“, betonte ein Leiter der Einsatzleitung.
Der Hürtgenwald, gelegen an der Grenze zu Belgien, ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Nordrhein-Westfalens. Aufgrund der langen Trockenheit und hohen Temperaturen im Sommer 2026 war das Gebiet besonders brandanfällig. Der Brand hatte sich innerhalb weniger Stunden über mehrere Quadratkilometer ausgebreitet und erforderte massive Luftunterstützung.
Merz versicherte nach seinem Besuch, dass die Bundesregierung die betroffenen Kommunen bei der Wiederbegrünung und finanziellen Entschädigung unterstützen werde. Auch Maßnahmen zur besseren Brandprävention in Zukunft seien in Planung.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland, n-tv – Nachrichten