Ägyptens Außenminister führt vierte Runde Sicherheitsgespräche über den Horn von Afrika

Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty hat am Montag in Addis Abeba Gespräche mit seinem Amtskollegen aus Dschibuti, Abdoulkader Houssein Omar, über die Sicherheitslage und politischen Entwicklungen im Horn von Afrika geführt. Das Treffen markiert bereits die vierte regionale diplomatische Kontaktaufnahme Abdelattys innerhalb eines Monats und unterstreicht die wachsende Rolle Kairoer Politik in der strategisch wichtigen Region.

Beide Minister betonten die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zur Stabilisierung des Horns von Afrika, einer Region, die aufgrund ihrer geopolitischen Lage am Roten Meer und dem Golf von Aden von zentraler Bedeutung für internationale Handelsrouten ist. Ägypten verfolgt dabei insbesondere Interessen im Zusammenhang mit der regionalen Sicherheit, der Kontrolle strategischer Wasserstraßen und der Bekämpfung von Extremismus und Schmuggel.

Die Häufigkeit der jüngsten diplomatischen Aktivitäten deutet auf eine intensivierte ägyptische Außenpolitikstrategie hin, die auf Stabilität und Einflussnahme in Ostafrika abzielt. Mit Dschibuti als einem der wichtigsten militärstrategischen Standorte – dort sind unter anderem US-, französische und chinesische Truppen stationiert – nimmt das Nachbarland im regionalen Machtgefüge eine Schlüsselrolle ein.

Ägypten bleibt dabei bestrebt, seine Position als regionaler Akteur zu festigen, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im Zusammenhang mit dem Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) und den daraus resultierenden Wasserrechtskonflikten. Die aktuellen Gespräche unterstreichen, dass Kairo seine diplomatischen Anstrengungen zunehmend auf die Stabilität des gesamten ostafrikanischen Raums ausweitet.

Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt