Kenia: Parlament verabschiedet Bildungsgesetz für informelle Schulen

Das kenianische Parlament hat den Weg für eine umfassendere Integration informeller Bildungseinrichtungen in das nationale System geebnet. Mitglieder der Nationalversammlung verabschiedeten am Mittwoch in Nairobi den Basic Education (Amendment) Bill, 2025, der die formelle Anerkennung von Alternative Provision for Basic Education and Training (APBET) vorsieht. Diese Institutionen betreuen zahlreiche Kinder in informellen Siedlungen und abgelegenen Regionen, die bislang kaum Zugang zu staatlich subventionierter Bildung hatten.

Durch die gesetzliche Anerkennung eröffnet sich nun die Möglichkeit, dass diese Schulen künftig öffentliche Fördermittel erhalten. Experten schätzen, dass Hunderttausende von Kindern – insbesondere aus einkommensschwachen Familien – von dieser Regelung profitieren könnten. Das Gesetz zielt darauf ab, Bildungsungleichheiten zu verringern und sicherzustellen, dass alle Kinder unabhängig von sozialem Hintergrund Zugang zu qualitativ hochwertiger Grundbildung haben.

Bisher operierten viele APBET-Schulen ohne offizielle Genehmigung und waren auf Spenden und private Einnahmen angewiesen. Die neue Regelung stärkt ihre rechtliche Stellung und könnte langfristig zur Verbesserung der Lehrpläne, der Lehrerausbildung und der Infrastruktur beitragen. Die Regierung betonte, dass die Umsetzung des Gesetzes in enger Abstimmung mit Bildungsexperten und lokalen Behörden erfolgen werde.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya