Malawi: Landwirtschaftskrise – Exporte brechen um 31 Prozent ein

Der malawische Agrarsektor steckt in einer tiefen Krise. Wie Ministerin für Landwirtschaft, Bewässerung und Wasserversorgung, Roza Mbilizi, jüngst vor Parlamentsausschüssen erklärte, ist die Exportbasis des Landes in den letzten zehn Jahren um 31 Prozent geschrumpft. Die dramatischen Zahlen verdeutlichen einen gravierenden Niedergang einer Branche, die einst das Rückgrat der malawischen Wirtschaft bildete.

Früher war Malawi ein bedeutender Exporteur von landwirtschaftlichen Produkten wie Tee, Tabak und Mais. Heute kämpfen Kleinbauern mit Dürren, unzureichender Infrastruktur, mangelndem Zugang zu Märkten und ungenügender staatlicher Unterstützung. Klimawandel und schlechte Bodenqualität verschärfen die Lage zusätzlich.

Ministerin Mbilizi forderte eine umfassende Transformation des Sektors. Dazu gehörten moderne Anbaumethoden, bessere Bewässerungssysteme und Investitionen in die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Ohne rasche Maßnahmen drohe nicht nur ein weiterer Rückgang der Exporte, sondern auch eine Verschärfung der Ernährungssicherheit im Land.

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt und stark von der Landwirtschaft abhängig. Über 80 Prozent der Bevölkerung leben direkt oder indirekt von der Landwirtschaft. Der wirtschaftliche Niedergang im Agrarsektor trifft daher Millionen Menschen direkt. Experten warnen, dass ohne internationale Unterstützung und strukturelle Reformen die Krise weiter eskalieren könnte.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business