Kenia: Polizei setzt Tränengas gegen protestierende Kleinunternehmer ein

In Nairobi ist es am Freitag zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und kleinen Händlern gekommen, die gegen die jüngste Erhöhung von Importzöllen protestierten. Die Demonstranten – hauptsächlich Inhaber kleiner Geschäfte und unabhängige Importeure – befürchten, dass die neuen Zollgebühren ihre Gewinnmargen unter Druck setzen und die Preise für Verbraucher in die Höhe treiben werden.

Die Protestaktion fand in der Innenstadt von Nairobi statt, wo Händler Transparente schwenkten und Parolen skandierten, die die Regierung aufforderten, die Zollerhöhungen zurückzunehmen. Die Polizei reagierte mit Tränengas, um die Menschenmenge aufzulösen, nachdem Warnschüsse abgefeuert wurden. Es gab keine unmittelbaren Berichte über schwere Verletzungen, doch Augenzeugen berichteten von Panik und Chaos in den umliegenden Märkten.

Kleinunternehmer machen einen erheblichen Teil der kenianischen Wirtschaft aus, insbesondere im informellen Sektor. Viele von ihnen argumentieren, dass sie bereits unter hoher Inflation und steigenden Betriebskosten leiden. Die Zollerhöhungen könnten nach ihrer Ansicht dazu führen, dass viele Geschäfte schließen müssen. Die Regierung hat bislang nicht öffentlich auf die Proteste reagiert, doch Beobachter erwarten in den kommenden Tagen möglicherweise Konsultationen mit Handelsverbänden.

Quellen: Africanews EN