Hamburger Amateurklub HEBC im Pokal-Fieber: Stadt hofft mit gegen Borussia Dortmund

Ein kleiner Stadtteilverein, ein riesiger Gegner, eine ganz große Chance: Der Hamburger Eissport- und Ballspiel-Club (HEBC) bereitet sich auf eines der denkwürdigsten Spiele seiner Geschichte vor – das DFB-Pokal-Duell gegen Borussia Dortmund. Was für viele wie ein Märchen klingt, ist für den Hamburger Amateurklub Realität geworden – und hat die Stadt in einen kollektiven Ausnahmezustand versetzt.

Normalerweise spielt der HEBC in der sechstklassigen Landesliga, weit entfernt vom Rampenlicht des Profifußballs. Doch nach einem überraschenden Pokalerfolg steht nun eines der traditionsreichsten Teams der Bundesliga vor der Tür. Plötzlich schauen nicht nur die Fans aus dem Stadtteil Harburg hin, sondern ganz Deutschland. In den Kneipen rund um das Vereinsheim wird über Taktik spekuliert, in sozialen Medien verbreiten sich Memes über den „Kleinen gegen den Riesen“.

Doch hinter der Euphorie steckt auch harte Arbeit. Der Verein mobilisiert alle Kräfte: Freiwillige säubern das Spielfeld, Sponsoren springen ein, und die Mitglieder organisieren Fan-Aktionen. Finanziell könnte ein langer Pokalweg überlebenswichtig sein – ein Weiterkommen würde dem Verein Einnahmen aus TV-Geldern und Zuschauerzahlen bringen, die sonst unerreichbar wären.

Trotz der klaren sportlichen Unterlegenheit gegenüber Dortmund ist die Stimmung in Hamburg euphorisch. Viele sehen im HEBC nicht nur einen Verein, sondern ein Symbol dafür, was im Fußball möglich ist: Leidenschaft, Gemeinschaft und der Traum vom großen Coup. Ob der Traum wahr wird, entscheidet sich am Spieltag – doch eines ist jetzt schon klar: Hamburg fiebert mit.

Quellen: Der Tagesspiegel