USA drohen mit Finanzsanktionen gegen ägyptische Bank in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Die US-Regierung bereitet nach Angaben eines Beamten Sanktionsmaßnahmen gegen die Emirati-Filialen der ägyptischen Banque Misr vor. Wie der US-Finanzministeriumsbeamte am Freitag erklärte, sollen die Geschäftsbereiche der staatlichen ägyptischen Bank in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vom amerikanischen Finanzsystem abgekoppelt werden. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit den laufenden Bemühungen Washingtons, den wirtschaftlichen Zugang des Iran zu internationalen Märkten weiter einzuschränken.

Den Angaben zufolge soll die Banque Misr indirekt Transaktionen für iranische Einrichtungen abgewickelt haben, die auf der US-Sanktionsliste stehen. Obwohl Ägypten offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Iran unterhält, wird befürchtet, dass über Drittländer wie die VAE weiterhin wirtschaftliche Verbindungen bestehen. Die geplanten Maßnahmen könnten erhebliche Auswirkungen auf die internationale Geschäftstätigkeit der ägyptischen Bank haben, insbesondere im Handels- und Finanzverkehr mit dem Nahen Osten.

Die Banque Misr ist eine der ältesten und größten staatlichen Banken Ägyptens und spielt eine zentrale Rolle im heimischen Finanzsystem. Ein Sprecher der Bank äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Die ägyptische Regierung hat in der Vergangenheit stets betont, dass ihre Finanzinstitute internationale Sanktionen einhalten. Die Entscheidung der USA könnte jedoch Spannungen im Verhältnis zu Kairo verursachen, das sich bemüht, seine wirtschaftlichen Beziehungen sowohl mit westlichen Partnern als auch mit Golfstaaten zu stabilisieren.

Quellen: Africanews EN