Die Gewalt im Westjordanland eskalierte am Samstag, als israelische Siedler in den Dörfern Burqa und Qusra mehrere Angriffe auf Palästinenser und deren Eigentum durchführten. Berichten der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa zufolge wurden lokale Bauern in Burqa angegriffen und mit Schüssen bedroht. In Qusra versammelten sich radikale Siedler um ein palästinensisches Haus und setzten Tränengas ein, während sie mit Steinen warfen.
Insgesamt wurden mindestens 14 Palästinenser sowie zwei ausländische Journalisten bei den Auseinandersetzungen verletzt, während die israelische Armee oft nicht intervenierte oder die Angriffe nicht verhinderte, was zu heftiger Kritik an ihrer Vorgehensweise führte. Bürgermeister Abdel Azim Wadi von Qusra äußerte, dass die Situation für die Bewohner unerträglich geworden sei und die Sicherheitslage sich weiter verschlechtern könnte.
Die Gewalt in der Region wird von vielen als Teil eines größeren Musters betrachtet, bei dem israelische Siedler durch aggressive Taktiken versuchen, ihre Kontrolle über die Gebiete zu festigen. Die Berichte über die Angriffe und die Verletzungen der Palästinenser werfen erneut Fragen zur Rolle der israelischen Sicherheitskräfte auf.
Quellen: Middle East Eye, Middle East Monitor, ZEIT Online