In der Privatschule in Gosen-Neu Zittau in Ostbrandenburg herrscht weiterhin tiefe Betroffenheit. Eine Woche nach der Gewalttat, bei der zwei Menschen starben, ringt die Schulgemeinschaft mit den emotionalen Folgen und sucht nach Wegen zurück zur Normalität.
Seelsorger, Psychologen und pädagogische Fachkräfte unterstützen Lehrkräfte und Schüler seit Tagen intensiv. In stillen Gedenkstunden und geschützten Gesprächsrunden wird der Opfer gedacht, während gleichzeitig versucht wird, den Unterrichtsbetrieb langsam wieder aufzunehmen.
Die genauen Umstände der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Schule, die vor allem von Familien aus dem regionalen Umfeld besucht wird, steht unter großem öffentlichen und medialen Druck. Dennoch betont die Schulleitung, dass der Schutz der Schüler und die Aufarbeitung im Vordergrund stünden.
„Wir wollen einen sicheren Raum schaffen, in dem Trauer und Fragen Platz haben, aber auch der Alltag wieder Raum gewinnt“, so ein Sprecher der Einrichtung. Eltern äußern Verständnis für den behutsamen Neustart, mahnen aber auch mehr Sicherheitsvorkehrungen an.
Die Brandenburger Bildungsbehörde hat angekündigt, die Sicherheitslage an Privatschulen im Land zu überprüfen, ohne vorschnell generalisierende Schlüsse zu ziehen. In Gosen-Neu Zittau bleibt die Trauer präsent – doch der Wille, gemeinsam weiterzugehen, wächst.
Quellen: Der Tagesspiegel