Nach dem Tod von Ratko Mladić, dem ehemaligen Kommandeur der bosnisch-serbischen Truppen, haben sich in Serbien sowohl Bewunderung als auch Kritik geäußert. Mladić, der wegen Kriegsverbrechen und Völkermord verurteilt wurde, wird von vielen Nationalisten als Held verehrt. In mehreren Städten fanden Gedenkveranstaltungen statt, bei denen Kerzen für ihn angezündet wurden.
Die nationalistische Reaktion auf seinen Tod zeigt die tiefen Gräben innerhalb der serbischen Gesellschaft. Während viele seiner Unterstützer seine Rolle im Bosnienkrieg glorifizieren, verurteilen andere diese Sichtweise und betonen die Notwendigkeit, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Verbrechen des Krieges nicht zu vergessen.
Diese polarisierenden Meinungen werfen Fragen über den Umgang mit der Geschichte und die nationale Identität Serbiens auf. Kritiker befürchten, dass eine solche Verherrlichung von Kriegsverbrechern die Versöhnung in der Region behindern könnte.
Quellen: FAZ Online