SPD-Kandidat in Niedersachsen entschuldigt sich nach Diebstahl von CDU-Flyern

Im Landkreis Verden in Niedersachsen hat der SPD-Kandidat Diethelm Ehlers für Unmut gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass er Wahlwerbung der CDU aus Briefkästen entfernt hatte. Ehlers, der sich derzeit im Wahlkampf für ein politisches Amt engagiert, verteilte eigene SPD-Flyer in Haushalte, missbilligte jedoch die Konkurrenzwerbung – und beschloss, diese zu entwenden.

Der Vorfall trat öffentlich zutage, als Anwohner über fehlende CDU-Materialien berichteten und Überwachungskameras Hinweise lieferten. Ehlers räumte die Tat anschließend ein und entschuldigte sich umgehend. In einer Stellungnahme betonte er, dass sein Handeln unangemessen gewesen sei und nicht dem demokratischen Wettbewerb entspreche. „Ich übernehme die volle Verantwortung und bedauere mein Verhalten zutiefst“, so Ehlers.

Die CDU distanzierte sich klar von der Aktion und forderte fairen Wahlkampf. Auch innerhalb der SPD zeigte man sich verärgert über die unsportliche Geste. Der Landesverband erklärte, dass solche Aktionen das Vertrauen der Bürger in die politische Kultur untergraben.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Intensität des Kommunalwahlkampfs in Niedersachsen, in dem zunehmend auch kleinere Parteien um Aufmerksamkeit ringen. Die zuständigen Ordnungsbehörden prüfen, ob ein rechtlicher Verstoß vorliegt, da das Entfernen von Wahlwerbung unter Umständen als Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung gewertet werden könnte.

Quellen: T-Online Nachrichten