In einem wegweisenden Referendum haben die Isländer entschieden, die Verhandlungen über einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union abzulehnen. Die Wahl, die am 31. August 2026 stattfand, war geprägt von der Sorge um die geopolitische Stabilität und dem Wunsch, die Kontrolle über die nationalen Fischereirechte zu bewahren.
Die Gespräche über einen EU-Beitritt hatten nach der Finanzkrise 2008 begonnen, wurden jedoch von einer euroskeptischen Regierung gestoppt. Die isländische Außenministerin, die in der Vergangenheit als Handballschiedsrichterin tätig war, erklärte nach dem Referendum, dass das Volk entschieden habe, aber sie weiterhin für eine Annäherung an die EU werben werde.
Die Entscheidung ist nicht nur ein Rückschlag für die EU, die gehofft hatte, durch Sicherheitsbedenken reiche Nachbarn näher an sich zu binden, sondern zeigt auch den starken Unabhängigkeitswillen der Isländer. Kritiker argumentieren, dass Island eine einmalige Verhandlungsposition gehabt hätte, um von den EU-Verhandlungen zu profitieren.
Quellen: France 24, FAZ Online