Spanien wirft Israel und Russland Desinformation während der Ceuta-Krise vor

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat in einer aktuellen Erklärung Israel und Russland beschuldigt, während der jüngsten Migrationskrise in Ceuta Desinformationen verbreitet zu haben. Diese Falschinformationen hätten maßgeblich zu dem Anstieg von Migranten beigetragen, die zwischen dem 30. Juli und dem 1. August aus Marokko nach Ceuta strömten, und die spanischen Behörden vor große Herausforderungen gestellt.

Insgesamt sind in diesem Zeitraum über 72.000 Migranten in die kleine spanische Exklave eingereist. Sánchez äußerte, dass es Anzeichen für eine internationale rechtsextreme Bewegung gebe, die die Situation zusätzlich angeheizt hätte. Trotz dieser schweren Vorwürfe gibt es keine Beweise für eine direkte Beteiligung Marokkos an den Ereignissen.

Die Situation hat zu Spannungen zwischen Spanien und Italien geführt, die beide ihre Grenzkontrollen verlängert haben, um den Druck zu verringern. Sánchez hat zudem die Rolle von sozialen Medien und der Verbreitung von Fake News in der heutigen Zeit hervorgehoben, die in Krisensituationen oft als gefährlich angesehen werden.

Quellen: France 24, ARD Tagesschau, Welt Online, Spiegel Online