Die sogenannte ‚Sudanese-Sudanese Dialogue Preparatory Initiative‘ hat konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um einen nationalen Versöhnungsprozess im Sudan effektiv und sicher durchführen zu können. Wie aus einer heute veröffentlichten Erklärung hervorgeht, verlangt die Initiative eine Reihe von Garantien sowie vorübergehende prozessuale Immunitäten für alle potenziellen Teilnehmer des Dialogs.
Laut der Sudan News Agency (SNA) sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, ein vertrauensvolles und geschütztes Umfeld für politische Akteure, Zivilgesellschaftsvertreter und Militärvertreter zu schaffen, die an dem geplanten inner-sudanesischen Dialog teilnehmen könnten. Besonders unterstrichen wird die Notwendigkeit, strafrechtliche Verfolgung während und zeitweise nach dem Dialog auszuschließen, um eine offene Debatte über Frieden, Governance und Übergangsjustiz zu ermöglichen.
Hürden für Friedensprozess bleiben hoch
Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, da das Land weiterhin unter schweren Spannungen zwischen rivalisierenden Militärführungen leidet und humanitäre Bedingungen sich verschlechtern. Ein echter nationaler Dialog gilt vielen internationalen Beobachtern als unabdingbare Voraussetzung für eine friedliche Zukunft. Doch ohne bindende Sicherheitsgarantien und internationale Begleitung bleibt die Bereitschaft vieler Gruppen, am Prozess teilzunehmen, gering.
Quellen: AllAfrica – East Africa, The Africa Report