Die Bank von Mosambik hat als Regulierungsbehörde des nationalen Finanzsystems eine umfassende Maßnahme gegen unrechtmäßige Gebührenpraktiken eingeleitet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur AIM berichtet, müssen kommerzielle Banken, Kreditinstitute sowie mobile Wallet-Anbieter nun insgesamt mehr als 1,15 Millionen US-Dollar an ihre Kunden zurückerstatten. Die Zahlungen folgen auf Überprüfungen, die unzulässige Kommissionen und versteckte Gebühren im Zusammenhang mit Transaktionen und Kontoführungen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 offenbarten.
Die Zentralbank betonte, dass die betroffenen Institute ihre Praktiken transparent gestalten und den betroffenen Verbrauchern unverzüglich Gutschriften vornehmen müssen. Diese Anordnung gilt sowohl für traditionelle Bankdienstleister als auch für digitale Finanzanbieter, die in Mosambik zunehmend genutzt werden. Ziel sei es, das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Finanzsystem zu stärken und faire Geschäftsbedingungen sicherzustellen.
Experten sehen in diesem Schritt ein deutliches Signal für eine verschärfte Aufsicht durch die Zentralbank. Insbesondere im Bereich der digitalen Geldbörsen war in der Vergangenheit Kritik laut geworden, dass Nutzer oft unklare oder überhöhte Gebühren zahlten. Mit dieser Rückerstattungsanordnung könnte Mosambik einen wichtigen Meilenstein bei der Verbesserung der finanziellen Integrität setzen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business