Schwerer Busunglück in Simbabwe: 28 Tote, darunter 14 Kinder

Bei einem verheerenden Verkehrsunfall auf der Harare-Masvingo-Schnellstraße in der Region Chivhu ist die Zahl der Todesopfer auf 28 gestiegen. Wie die simbabwische Polizei am Dienstag mitteilte, wurden 25 der Opfer bereits von Angehörigen identifiziert. Unter den Toten befinden sich mindestens 14 Kinder, die gemeinsam mit ihren Familien in einem Bus unterwegs waren, der offenbar Teil einer kirchlichen Reisegruppe war.

Das Unglück ereignete sich letzte Woche, doch erst jetzt wurden die Namen der Opfer offiziell bekannt gegeben. Einige Familien verloren mehrere Mitglieder – in mehreren Fällen starben vier oder fünf Angehörige bei dem Zusammenstoß. Die genaue Unfallursache ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, doch erste Berichte deuten auf überhöhte Geschwindigkeit und mögliche technische Defekte hin.

Die Tragödie hat in der Region tiefe Trauer ausgelöst. Kirchengemeinden und lokale Behörden richten Trauerzentren ein, um den Hinterbliebenen psychosoziale Unterstützung anzubieten. Die Regierung kündigte an, die Sicherheitsstandards im öffentlichen Personennahverkehr überprüfen zu lassen, nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach schwere Busunglücke das Land erschüttert hatten.

Landesweite Debatte über Verkehrssicherheit

Das Unglück in Chivhu hat eine landesweite Debatte über die mangelnde Verkehrssicherheit in Simbabwe angeheizt. Kritiker weisen darauf hin, dass viele Busse veraltet sind und nicht regelmäßig gewartet werden. Zudem fehle es oft an Kontrollen durch die Behörden. Verkehrsexperten fordern nun strengere Auflagen für Transportunternehmen sowie verstärkte Kontrollen auf Hauptverkehrsachsen.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa