Prozess gegen Mörder des Handyhändlers Sipho Million Ncube schreitet voran

Der Gerichtsprozess um den Mord an dem bekannten Harareer Handyhändler Sipho Million Ncube nimmt eine entscheidende Wendung. Das High Court von Simbabwe entschied am Dienstag, dass die beiden Angeklagten nun zur Sache Stellung nehmen müssen. Das Gericht bestätigte, dass die Staatsanwaltschaft genügend Beweise vorgelegt habe, um den Prozess fortzusetzen.

Ncube, der unter dem Spitznamen ‚Sipho Million‘ bekannt war, wurde im vergangenen Jahr in Harare ermordet. Der Fall sorgte landesweit für Aufsehen, da er als Symbol für die zunehmende Gewalt gegen Unternehmer gilt. Die Ermittlungen deuteten zunächst auf eine gezielte Tat hin, möglicherweise im Zusammenhang mit geschäftlichen Auseinandersetzungen oder Erpressung.

Angeklagte müssen sich nun verteidigen

Die Entscheidung des High Court bedeutet, dass die Verteidigung nun aktiv werden muss. Beide Angeklagte bestreiten die Vorwürfe. Ihre Anwälte argumentierten bisher, dass die Beweise indirekt seien und auf Spekulationen basierten. Doch das Gericht urteilte, dass die Indizienkette – darunter Zeugenaussagen, Handydaten und Tatortanalysen – ausreiche, um eine Verteidigung zu verlangen.

Der Fall wird von Beobachtern genau verfolgt, da er Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Justiz in Gewalt- und Mordfällen geben könnte. Bürgerrechtler hoffen, dass eine lückenlose Aufklärung zur Stärkung des Vertrauens in die Strafverfolgung beiträgt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Anfang Oktober angesetzt.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa