Der Hohe Gerichtshof in Kenia hat den geplanten Verkauf der kontrollierenden Anteile von Diageo an East African Breweries Limited (EABL) an den japanischen Konzern Asahi Group Holdings vorläufig gestoppt. Die einstweilige Verfügung, die am 2. September 2026 erlassen wurde, soll sicherstellen, dass alle regulatorischen und rechtlichen Prüfungen ordnungsgemäß abgeschlossen werden, bevor die Transaktion vollzogen wird.
Der Verkauf, der als einer der größten ausländischen Übernahmen im ostafrikanischen Biersektor gilt, hatte bereits länger andauernde Debatten über Wettbewerbsrecht, lokale Marktbeherrschung und die Auswirkungen auf die Beschäftigung ausgelöst. Diageo, der bisherige Mehrheitseigner, hatte die Pläne für den Verkauf seiner 50-Prozent-Beteiligung an Asahi öffentlich gemacht, was sowohl bei Wettbewerbshütern als auch bei Gewerkschaften in Kenia auf Widerstand stieß.
Die Entscheidung des Gerichts unterstreicht die wachsende Sensibilität gegenüber ausländischen Übernahmen strategisch wichtiger lokaler Unternehmen. Beobachter erwarten, dass die Aufsichtsbehörden nun eingehend prüfen werden, ob die Transaktion gegen Wettbewerbsregeln verstößt oder negative Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben könnte. Bis zur endgültigen Klärung bleibt die Transaktion ausgesetzt.
Quellen: Capital FM, AllAfrica – Kenya