Militäraufmarsch an der äthiopisch-sudanesischen Grenze verschärft Spannungen

Entlang der sudanesisch-äthiopischen Grenze hat sich ein massiver militärischer Aufmarsch auf der äthiopischen Seite abgespielt. Satellitenbilder und Berichte vor Ort deuten auf eine erhebliche Verstärkung der äthiopischen Truppen hin – ein Vorgang, der die Spannungen zwischen beiden Nachbarländern weiter anheizt. Der Aufmarsch erfolgt zu einem Zeitpunkt, da die Kämpfe im Sudan zwischen den Streitkräften und den Rapid Support Forces (RSF) weiter eskalieren.

Die Regierungen von Sudan und Äthiopien beschuldigen sich bereits seit Monaten, Rebellenorganisationen auf beiden Seiten der Grenze zu unterstützen. Der Sudan wirft Äthiopien vor, RSF-nahe Gruppen zu tolerieren, während Äthiopien den Sudan beschuldigt, TPLF-Gegner und andere bewaffnete Gruppen zu beherbergen. Diese gegenseitigen Anschuldigungen haben die diplomatischen Beziehungen stark belastet.

Experten warnen, dass die militärische Präsenz an der Grenze das Risiko einer regionalen Ausweitung des Konflikts erhöht. Die internationale Gemeinschaft ruft beide Seiten zu Deeskalation und Dialog auf, um eine weitere Destabilisierung der ohnehin angespannten Region zu verhindern.

Quellen: France 24 – Africa