Ein schwerer Luftangriff hat am Wochenende in der sudanesischen Region Süd-Kordofan zwei Hilfstransporte zerstört, die lebenswichtige Lebensmittel für hungernde Familien beförderten. Die World Food Programme (WFP) bestätigte am Mittwoch, dass eine große Menge humanitärer Hilfsgüter bei dem Angriff vernichtet wurde. Die beiden betroffenen Lkws waren mit dringend benötigten Nahrungsmitteln beladen und befanden sich auf dem Weg in besonders von der Krise betroffene Gebiete der Region.
Das WFP verurteilte den Angriff scharf und warnte vor dramatischen Folgen für die ohnehin prekäre humanitäre Lage. Süd-Kordofan leidet unter extremer Nahrungsmittelknappheit, verursacht durch die anhaltenden Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces (RSF). Die Zerstörung der Hilfslieferung verschärft die Situation für tausende Zivilisten, die auf solche Lieferungen angewiesen sind.
Die Verantwortlichen für den Luftangriff sind bislang nicht eindeutig identifiziert. Beide Konfliktparteien bestreiten jegliche Beteiligung. Die internationale Gemeinschaft fordert jedoch eine unabhängige Untersuchung und betont, dass Angriffe auf humanitäre Hilfslieferungen eine Verletzung des humanitären Völkerrechts darstellen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa