Während der Apartheid-Ära in Südafrika wurden gezielt Wolf-Hund-Mischlinge gezüchtet, um sie im militärischen und polizeilichen Einsatz gegen einheimische Bevölkerungsgruppen einzusetzen. Wie aus jüngsten Recherchen hervorgeht, kamen diese Tiere auch während der südafrikanischen Grenzkriege in Namibia und Angola zum Einsatz, wo sie zur Einschüchterung und Bekämpfung von Aufständischen eingesetzt wurden.
Das Ziel der damaligen südafrikanischen Armee bestand darin, eine aggressive, robuste und furchteinflößende Tierart zu schaffen, die sowohl bei der Kontrolle von Menschenmengen als auch in militärischen Operationen eingesetzt werden konnte. Die Hybriden, die aus afrikanischen Wildhunden und grauen Wölfen gezüchtet wurden, galten als besonders widerstandsfähig und aggressiv – Eigenschaften, die für Einsätze in den tropischen und savannenartigen Gebieten Südangolas als vorteilhaft erachtet wurden.
Die Verwendung dieser Tiere in Konflikten mit angolanischen Befreiungsbewegungen, insbesondere während der Unterstützung südafrikanischer Truppen für die UNITA-Rebellen, wirft heute neue Fragen zur Grausamkeit und Ethik militärischer Forschungsprogramme der Apartheidzeit auf. Überlebende aus Grenzregionen berichten bis heute von traumatischen Erlebnissen mit diesen Tieren, die oft nachts eingesetzt wurden, um Stellungen zu infiltrieren oder Wachen zu überwältigen.
Obwohl das Zuchtprogramm nach dem Ende der Apartheid eingestellt wurde, bleibt die Rolle dieser Tiere ein düsteres Kapitel der militärischen Geschichte Süd- und Südwestafrikas – und ein Symbol für die extremen Maßnahmen, zu denen das Regime bereit war, um seine Macht zu erhalten.
Quellen: Africanews EN